Was ist das Tor-Netzwerk?

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Tor steht für „The Onion Router“ („Der Zwiebel-Router“): Wer sich in das Netzwerk einwählt, wird nacheinander über drei zufällig ausgewählte Tor-Server geleitet, die wie die Schalen einer Zwiebel hintereinander liegen und als Knoten bezeichnet werden. Die besuchte Website sieht daher immer nur die IP-Adresse eines Tor-Servers, des sogenannten Exit-Servers. Die Adresse des Besuchers bleibt verborgen. Die einzelnen Tor-Server kennen jeweils nur die Adressen der vor- und nachgelagerten Stationen, über welche die Daten weitergegeben werden. Die Verbindung wechselt alle zehn Minuten und läuft dann über andere, zufällig ausgewählte Knoten. Lediglich der Zugangsknoten bleibt für etwa zwei bis drei Monate immer gleich.

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Innerhalb des Tor-Netzwerks werden die übertragenen Daten verschlüsselt; erst auf dem Exit-Server werden sie wieder entschlüsselt. Benutzer von Tor sollten sich bewusst sein, dass ihre übertragenen Daten, also etwa die Eingaben auf Websites oder bei sozialen Medien, hinter dem Exit-Knoten im Klartext vorliegen. Wer über Tor mit anderen Personen vertraulich kommunizieren will, sollte daher immer eine Verschlüsselung benutzen. Tor erfordert einen speziell konfigurierten Browser als Client. Der Tor-Browser, der zum Beispiel in Tails enthalten ist, basiert auf Mozilla Firefox, der dafür in seinen Einstellungen angepasst wurde.

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Tor ist derzeit die sicherste Möglichkeit, sich unerkannt im Internet zu bewegen, und wird täglich von etwa zwei Millionen Menschen benutzt, von denen viele in Überwachungsstaaten leben. Auch das Darknet vertraut auf Tor, seine Sites und Foren sind nur über dieses Anonymisierungs-Netzwerk erreichbar.

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