Android für Einsteiger – Der Start in die Smartphone-Welt

66 min Lesezeit (bei 150 Wörter pro Minute)

Das alte Handy hat ausgedient und ein Smartphone soll her – am besten mit Android. Doch wie funktioniert das alles überhaupt? Dieser Workshop erklärt dir den kompletten Start in die Welt deines neuen Androiden. Zum Schluss dieser Reihe folgt das ‘Rooten’, welches sich nicht mehr an Anfänger richtet. Behandle dieses Kapitel mit Vorsicht.

Smartphone einrichten

Aktivierung des Androiden

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Bevor du das Smartphone einschaltest, musst du deine SIM-Karte und den Akku einsetzen, sofern du bereits eine SIM-Karte hast bzw. der Akku nicht fest im Handy eingebaut ist. Schaue dafür in das Handbuch deines Smartphones, das die Positionen des SIM-Slots und des Akkufachs von Modell zu Modell unterschiedlich sind. Lade anschließend den Akku über das mitgelieferte Ladekabel. Wenn der Akku voll geladen ist, erlischt die LED-Anzeige und du kannst das Smartphone einschalten. Der Anschaltknopf ist meist mit einem Symbol gekennzeichnet. Näheres verrät dir auch Das Handbuch. Halte diesen Knopf gedrückt, bis das Smartphone zum Leben erwacht und das Display aufleuchtet.

Nun geht es los: Nach dem ersten Start wählst du deine Sprache aus – in diesem Fall ‘Deutsch’ 😛 . Im nächsten Schritt möchte sich der Androide mit einem WLAN-Netz verbinden, um Zugang zum Internet zu bekommen. Da dies für die nachfolgenden Aktionen notwendig ist, solltest du den Punkt nicht überspringen. Wähle dein Heimnetz aus und das dazugehörige Passwort ein. Daraufhin wirst du nach deinem Google-Konto gefragt. Sofern du bereits eines hast, trägst du deine Anmeldedaten ein. Im E-Mail-Feld reicht der Nutzername bis zum @-Zeichen, der Rest wird automatisch generiert. Besitzt du noch keinen Google-Account, legst du ein neues Konto an, indem du den Anweisungen des Assistenten folgst. Ein Google-Konto ist zum einen für die Sicherung und Wiederherstellung von Daten nötig. Zum anderen bekommst du dadurch Zugang zu den Apps im Google Play Store, und dein Google-Mail-Postfach mit dazugehörigem Kalender und Kontakten wird synchronisiert.
Danach möchte Google deine Zustimmung zur Freigabe Ihres Standorts für bestimmte Apps. Die Haken sind automatisch gesetzt. Um die Freigabe zu verweigern, entfernst du die Häkchen. In gewissen Fällen brauchen Apps deinen Standort, etwa Google Maps zur Positionsbestimmung und Navigation. Die Einstellungen sind später noch änderbar.

Aufbau des Startbildschirms

Die Aktivierung ist abgeschlossen, du siehst das erste Mal den Homescreen. Kurz zur Erklärung: Reines Android kommt vor allem bei den Google-Smartphones der Nexus-Reihe vor. Die meisten anderen Hersteller wie Samsung oder HTC legen darüber eine eigene Nutzeroberfläche, die oft mehr Funktionen beinhaltet und sich optisch unterscheidet. Ein Merkmal des nackten Androids sind die virtuellen Tasten: Zurück in Form eines Pfeils, Home als Haus dargestellt und Kürzlich verwendete Apps als überlagerte Rechtecke. Auf dem Homescreen siehst du Icons, die dich zu den Anwendungen führen, ähnlich wie auf dem PC. Durch Wischen nach links und rechts zeigen Sie die nächsten Startbildschirme an. Bei Samsung Touchwiz und HTC Sense bekommst du durch Herauszoomen mit der Zweifingergeste (Zeigefinger und Daumen auf dem Display aufeinander zu bewegen) einen besseren Überblick der Startscreens, können den Homescreen festlegen sowie Screens hinzufügen oder löschen. Am oberen Bildschirmrand befindet sich die sogenannte Status- und Benachrichtigungsleiste, die du durch vertikales Wischen ausklappst. Sie zeigt Ihnen rechts die aktuelle Uhrzeit, den Akku beispielsweise mit deinem Gesicht, das die Frontkamera scannt – bei erfolgreicher Identifizierung kommst du zum Homescreen. Oder du stellst ein Passwort ein oder aktivierst ein Muster, bei dem du mehrere Punkte mit dem Finger in beliebiger Reihenfolge verbindst. Bei Samsung findest du die Option unter dem Punkt ‘Sperrbild-schirm’ im Hauptmenü der ‘Einstellungen’. Darüber hinaus bietet Android auf dem Sperrbildschirm ‘Schnellzugriffe’ an. Bei reinem Android startest du die Kamera mit einem Wisch nach links, Google Now ist oben, und zum Entsperren geht’s nach rechts. Samsung und HTC bieten zusätzliche Shortcuts an: Insgesamt liegen bis zu vier Anwendungen auf dem Lockscreen. Bei HTC befindet sich auf dem Startbildschirm eine App-Leiste am unteren Bildschirmrand. Die Apps lassen sich kinderleicht nach Belieben austauschen: Einfach lange antippen und verschieben. Samsung trumpft mit Übersichtlichkeit und beherbergt alle Lockscreen-Optionen unter dem Punkt ‘Sperrbildschirm’ in den Einstellungen.

Der Homescreen

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Die Applikationen lassen sich auf dem Startbildschirm frei anordnen und in Ordnern zusammenfassen. Beim reinen Android funktioniert dies über das App-Menü. Das Icon wird in der Regel als Raster mit kleinen Quadraten dargestellt. Halte die gewünschte App durch langes Tippen fest. Sie löst sich aus dem Menü und lässt sich auf dem Startscreen einfügen. Um zwei Apps in einem Ordner zusammenzufassen, legst du die eine App auf der anderen ab. Genauso funktioniert es auch bei HTC-Geräten. Bei Samsung tippst du lange auf den Startbildschirm. Im erscheinenden Fenster wählst du unter ‘Elemente hinzufügen’ den Punkt ‘Ordner’, beschriftest ihn und fügst passende Apps aus dem Menü hinzu. Auch hier gilt: Finger länger drauflassen, über den Ordner ziehen und loslassen. Ähnlich funktioniert es mit den Widgets, die eine interaktive Form einer App darstellen. Sie lassen sich oft direkt auf dem Startscreen bedienen. Apropos Widgets: Tippst und hälst du ein Widget auf dem Startbildschirm, lässt es sich in der Größe anpassen. Dazu wird es mit einem farbigen Rahmen gekennzeichnet, den du an den runden Haltepunkten verkleinerst und vergrößerst, wodurch das Widget seine Größe ändert.

Wie bereits erwähnt, beinhaltet pures Android drei virtuelle Tasten. Über ‘Zurück’ machst du einen Schritt rückgängig. Wenn du also in einem Untermenü bist, kommst du mit der Taste wieder zur höheren Ebene zurück. Tippst du auf ‘Home’, springst du sofort auf den Homescreen. Gerade genutzte Apps werden dabei aber nur teilweise beendet, was uns zur nächsten Taste führt. Unter ‘Kürzlich verwendete Apps’ findest du alle zuvor geöffneten Apps. Das beschleunigt den Wechsel zwischen verschiedenen und vor allem häufig genutzten Applikationen enorm. Der Nachteil: Im Arbeitsspeicher sind viele Daten zwischengespeichert. Um Anwendungen aus der Liste zu entfernen, wischst du auf einem Eintrag nach links oder rechts. Beim nächsten Start der App wirst du allerdings feststellen, dass die Ladezeit deutlich länger ist. HTC bietet zwar dieselben Funktionstasten, allerdings verbaut der Hersteller zusätzlich Sensortasten. Aktuelle Samsung-Geräte kommen mit den Hardware- und Sensortasten ‘Zurück’, ‘Home’ und ‘Menü’ auf den Markt. Die Taste „Menü“ funktioniert ähnlich wie die rechte Maustaste bei einem Computer – nach dem Antippen öffnet sich ein Kontextmenü. Befindest du dich gerade im App-Menü, kannst du über die Taste den Anzeigetyp ändern, Apps deinstallieren, ausblenden und verschieben sowie Anwendungen weiterempfehlen. Drückst du lange auf den Home-Button, startet die Funktion ‘Kürzlich verwendete Apps’. Hälst du deinen Finger lange auf der ‘Menü-Taste’, öffnest du den Informationsdienst Google Now. Auch das nackte Android bietet diese Option: Tauchen in einer App drei übereinander stehende kleine Quadrate auf, ist das sozusagen die ‘Rechte-Maustaste-Funktion’.

Apps aus dem Play Store

Erst die Programme machen deinen Androiden zu einem Smartphone. Um Apps zu installieren, startest du den Google Play Store, der sich bereits auf deinem Homescreen befindet oder im App-Menü liegt. In der Rubrik ‘Apps’ werden alle Applikationen angezeigt, die sich im Play Store befinden. Darüber hinaus erhälst du Zugang zu den Stores ‘Play Music’ (wird in nächster Zeit zu YouTube Music), ‘Play Movie’ und ‘Play Books’ über die Schaltfläche auf der Startseite. Zum Wechseln zwischen den Reitern in einer Rubrik – etwa ‘Angesagt’, ‘Kategorien’ oder ‘Top Kostenlos’ – wischst du einfach nach links oder rechts. Um die Beschreibung einer App zu erhalten, tippst du diese an. Über den Button ‘Installieren’ bist du noch einen Schritt vom Herunterladen entfernt. Prüfe, bevor du den Download über ‘Akzeptieren/Herunterladen’ startest, welche Berechtigungen du der Anwendung erteilst. Möchte beispielsweise eine Taschenlampen-App auf deine Kontakte zugreifen, suche dir lieber eine andere Applikation mit gleicher Funktion. Stichwort ‘Suchen’: Um gezielt nach einem Programm oder einer Funktion zu suchen, tippst du oben rechts auf die Lupe und gibst im Suchfeld den gewünschten Begriff ein. Um die schon heruntergeladenen Apps, die Einstellungen oder die Hilfe anzuzeigen, tippst du auf den ‘Menü’-Button daneben. Über das Play-Store-Symbol oben links oder über die Zurück-Taste springst du wieder eine Ebene zurück. Die Besonderheit des Google Play Stores: Du hast darauf nicht nur über die Anwendung auf dem Smartphone Zugriff. Tippst du im Webbrowser deines PCs die URL https://play.google.com/store ein, gelangst du ebenfalls in den Play Store. Darüber gestaltet sich die Verwaltung deiner Apps noch komfortabler. Das Installieren einer Anwendung ist recht simpel, der Vorgang bleibt der gleiche wie auf dem Smartphone. Du verknüpfst dein Google-Konto und dein Smartphone mit dem Store, und alle ausgewählten Apps werden dann sofort an deinen Androiden geschickt.

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Android personalisieren

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Hintergrundbild

Das Smartphone ist nicht nur ein Telefon. Es ist Suchmaschine, Kontaktzentrum für Freunde sowie Musikplayer. Damit es zu dir passt, solltest du deinem Handy einen individuellen Touch verpassen.

Auf deinemPC hast du es wahrscheinlich schon, wieso nicht auf dem Smartphone-Display? Die Rede ist vom persönlichen Hintergrundbild. Um ein Bild einzustellen, tippst du lange auf eine leere Fläche des Startbildschirms. Daraufhin öffnet sich das Menü-Fenster ‘Hintergrund auswählen’, in dem du aus drei Bildquellen wählen kannst: Über den Punkt ‘Galerie’ greifst du auf alle Bilder zu, die auf der Micro-SD-Karte – sofern vorhanden – sowie im internen Speicher liegen. ‘Hintergrundbilder’ beherbergt vorinstallierte Beispielbilder der Hersteller. Etwas Besonderes sind die ‘Live-Hintergründe’. Sie sind animiert und reagieren zum Teil auf Interaktion. Allerdings verbrauchen Sie auch sehr viel Akkuleistung und sind somit für den täglichen Einsatz nicht zu empfehlen. Die Bezeichnungen und die Einstellmöglichkeiten können sich von Gerät zu Gerät unterscheiden, da nicht alle Smartphones mit purem Android auf den Markt kommen. Bei HTC beispielsweise legst du das Hintergrundbild in den Einstellungen unter ‘Personalisieren’ fest. Außerdem bieten einige Benutzeroberflächen zusätzliche Hintergrundfunktionen, die du in den Einstellungen unter ‘Anzeige’ oder ‘Display’ findest. Bei Samsungs Oberfläche Touchwiz beispielsweise stellst du dort nicht nur den normalen Hintergrund ein, sondern auch das Bild des Sperrbildschirms.

Medien vom PC kopieren

Um Dateien vom Computer auf das Smartphone zu kopieren, gehst du wie folgt vor: Schließe dein Gerät via USB an den Computer an. Das Mobilgerät fungiert dabei als Mediengerät. Sobald dein PC das Smartphone erkannt hat, öffnet sich ein Fenster zur ‘Automatischen Wiedergabe’, wo du ‘Ordner öffnen’ auswählst. Somit gelangst du auf den Speicher des Gerätes und kannst eigene Ordner anlegen, Dateien verschieben und auf die Inhalte des Handys zugreifen. Bei den Geräten, die vom Computer nicht direkt als Massenspeicher oder Mediengerät erkannt werden, musst du auf dem Handy selbst noch die USB-Verbindungsart auswählen. Bei den
HTC-Smartphones ist das etwa ‘Festplatte’. Schiebe nun die Foto- und Musikdateien per Drag & Drop auf die oberste Ebene oder in die entsprechenden Ordner des Telefonspeichers. Die Dateien werden automatisch in der Galerie beziehungsweise im Musikplayer angezeigt.

Benutzeroberflächen mit Themes

Ein Theme zieht sich wie ein roter Faden vom Sperrbildschirm bis ins Einstellungsmenü, wodurch alles im gleichen Design erscheint. HTC liefert ein solches Feature in seiner Benutzeroberfläche Sense mit. In den Einstellungen unter ‘Personalisieren/Szenen’ findest du verschiedene Designs, die unter anderem Apps und Widgets gleich auf den Startbildschirm legen, die zu einem Thema wie ‘Arbeit’ passen. Besonders viele Themes – und für alle Smartphones nutzbar – beinhaltet der beliebteste Android-Launcher Go Launcher Ex. Wische auf dem Startbildschirm nach oben, dann zeigt der Launcher die Einstellungen an. Unter dem Punkt ‘Main’ tippst du auf ‘Themes’. Alternativ tippst du lange auf eine freie Fläche des Homescreens, wählst unter ‘Theme’ den namensgleichen Punkt und suchst dir ein neues Thema aus. Ist kein passendes dabei, findest du unter ‘More’ viele weitere kostenlose und kostenpflichte Themes.Die App ist übrigens standardmäßig auf Englisch
angelegt. Unter dem Punkt ‘Plug-ins’ in den Einstellungen, die du durch einen Wisch nach oben aufrufst, startest du die Spracheinstellungen über ‘Language settings’. Willst du Deutsch einstellen, tippst du diese Sprache an, um das entsprechende Sprachpaket herunterzuladen.

Widgets

Eine normale App liegt auf dem Homescreen nur als Icon vor. Tippst du darauf, öffnet sich die Anwendung. Ein Widget dagegen zeigt bereits auf dem Startbildschirm seine Inhalte in einem größeren Fenster an. Der Vorteil: Du hast alle Informationen auf einen Blick verfügbar, ohne dass du vorher die App starten musst – das spart Zeit. Wetter-Widgets wie Accuweather.com zeigen das aktuelle Wetter mit Temperatur, Standort und Wettersituation an. Zudem kannst du verschiedene Orte angeben, diese durchblättern und nach einem eingegebenen Intervall aktualisieren. News-Apps bieten in der Regel ebenfalls ein Widget an. Dabei werden die Nachrichten auf dem Startbildschirm in Kurzfassung dargestellt. Möchtest du die Langfassung lesen, tippst du darauf, und du gelangst in die App mit der kompletten Nachricht. Das Widget der Tagesschau kannst du animiert direkt auf dem Homescreen durchblättern. Die gleiche Animationsart nutzt das Youtube-Widget. Dabei sind die Artikel und Videos in einem Karussell verankert.

Klingeltöne & Zubehör

Standard-Klingeltöne nerven auf die Dauer. Zum Glück ist es kein Problem, eigene Musik auf das Smartphone zu packen und als Klingelton einzustellen. Die bekannteste Art, um die Lieblingsmusik auf das Handy zu bekommen, ist das Kopieren der Songs vom PC auf das Smartphone. Befindet sich dein Lieblingssong auf dem Androiden, startest du den Musikplayer. Solltest du keinen Player installiert haben, lädst du dir aus dem Google Play Store einen herunter. Viele Funktionen und ein übersichtliches Design bietet zum Beispiel der AIMP-Player. Tippst du im Musikplayer lange auf einen Song, öffnet sich ein Kontextmenü. Wähle daraufhin die Option ‘Einstellen als’ aus, und aktiviere ihn als Anrufklingelton. Schon ertönt dein Lieblingslied bei eigehendem Anruf.

Das i-Tüpfelchen der Personalisierung sind die äußerlichen Veränderungen des Smartphones durch farbenfrohe Handy-Hüllen. Falls dir das noch nicht individuell genug ist und in dir ein Künstler schlummert, dann kannst du auf der Webseite https://caseable.de eine eigene Hülle gestalten. Allerdings ist die Vorauswahl der Geräte zwar groß. allerdings auch begrenzt: Ob genau dein Modell unterstützt wird, kann an dieser Stelle nicht garantiert werden. Dein Smartphone lässt sich aber auch über die verwendeten Kopfhörer personalisieren. Die kann man einfach austauschen, da heute alle Smartphones mit einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse auf den Markt kommen.

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Datenübertragung

Du möchtest Fotos, Musiktitel und sogar Filme zwischen deinem Androiden und dem PC oder anderen Endgeräten tauschen, aber dir sagen Bluetooth, NFC und Wi-Fi Direct nur wenig? Kein Problem: Dieser Abschnitt verrät dir, was dahinter steckt und wie du Daten einfach überträgst.

Bluetooth

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Bluetooth wird seit ewigen Zeiten zum drahtlosen Datentransfer zwischen zwei bluetoothfähigen Geräten genutzt. Der Übertragungsstandard tauscht dabei Daten über eine Funkverbindung aus, deren Reichweite bei ungefähr zehn Metern liegt. Übrigens wird Bluetooth auch dazu genutzt, mit anderen Geräten wie einem Bluetooth-Headset zu kommunizieren. Dadurch kannst du kabellos Musik hören und telefonieren. Bluetooth-Geräte verbinden sich untereinander über sogenannte Profile. Diese widmen sich jeweils einem eigenen Anwendungsgebiet. In der Praxis erkennen die Geräte nach erfolgreicher Verbindung das zu verwendende Profil.

Beispiel: Du koppelst ein Headset via Bluetooth mit dem Smartphone. Dieses bekommt daraufhin das entsprechende Profil mit der Erlaubnis zur Verfügung gestellt, den Audiokanal anzusteuern sowie auf die Lautstärke zuzugreifen. In der Regel unterstützen alle Android-Smartphones Bluetooth und die Profile, um Daten zu übertragen. Das Apple iPhone beispielsweise besitzt dieses Profil nicht. Zwar können auch andere Geräte mit dem iPhone kommunizieren, allerdings keine Dateien austauschen.

Zwischen zwei Smartphones: Tippe auf deinen beiden Androiden unter ‘Einstellungen -> Drahtlos & Netzwerke’ die Schaltfläche ‘Bluetooth’ an. Daraufhin setzt du bei einem der Geräte den Haken bei der Auswahlbox ‘Sichtbar’. Auf dem anderen Telefon tippst du den Button ‘Suchen’ beziehungsweise ‘Scannen’. Jetzt sollte das Smartphone den Bluetooth-Namen des zweiten Handys anzeigen. Tippst du darauf, erscheint auf beiden Geräten eine Koppelungsanfrage, die du nach Prüfung des Sicherheitscodes bestätigst – die Geräte sind verbunden!

Um ein Foto zu übertragen, gehst du in die Galerie, wählst das gewünschte Foto aus und tippst auf ‘Freigeben’ bzw. ‘Teilen’. Nimmst du die Übertragungsart ‘Bluetooth’, und tippst den Namen des verbundenen Smartphones an. Auf dem Empfängergerät musst du die Freigabe nur noch bestätigen – der Download beginnt.

Zwischen PC und Androiden: Die meisten Notebooks haben bereits Bluetooth an Bord, bei vielen Desktop-PCs musst du die Funktechnik mithilfe eines USB-Adapters für rund 10 Euro nachrüsten. Aktiviere zu Beginn Bluetooth an deinem Computer. Bei deinem Notebook hast du in den meisten Fällen einen Schnellzugriff über eine Tastenkombination, um den Funkstandard zu starten. Am Rechner mit USB-Adapter kannst du unter ‘Systemsteuerung -> Geräte-Manager’ überprüfen, ob der Eintrag ‘Bluetooth-Funkgeräte’ vorhanden ist. Falls nicht, solltest du das Handbuch zurate ziehen. Starte Bluetooth auf deinem Androiden, und mache es wie oben beschrieben sichtbar. Gehe an deinem Windows-Rechner in der Systemsteuerung auf den Punkt ‘Geräte und Drucker’, und klicke oben links auf ‘Geräte hinzufügen’. Wählst du dein Android-Smartphone aus, erscheint wieder der Sicherheitscode auf beiden Geräten, den du nach Übereinstimmung bestätigst. Mit einem Doppelklick auf das angezeigte Smartphone unter ‘Geräte und Drucker’, kannst du verschiedene Vorgänge auswählen. Klickst du ‘Datei senden’ an, öffnet sich ein neues Fenster, in dem du beispielsweise ein Foto zur Übermittlung auswählst. Bestätige den Empfang der Datei auf dem Telefon, beginnt das Herunterladen.

Andersherum funktioniert die Datenübertragung genauso. Auf dem Smartphone suchst du dir eine Datei aus, tippst wie bereits oben erklärt auf ‘Freigeben’ und wählst den Computer aus. Am PC genehmigst du diese, und der Transfer startet.

NFC und Android Beam

NFC (Near Field Communication) ist ebenfalls ein funkbasierter Übertragungsstandard, mit dem du auf kürzester Distanz von etwa 4 Zentimetern Daten austauschst. Mittlerweile sind die meisten Smartphones mit einem NFC-Chip ausgestattet, da die Technik neue Möglichkeiten bietet – so auch das rasche Übertragen von Daten oder das bargeldlose Bezahlen.
Bei Smartphones mit Android 4.0 aufwärts ist die Funktion Android Beam integriert, mit der die NFC-Übertragung einer beliebigen Datei wesentlich einfacher funktioniert, als beispielsweise von Windows Phone zu Android. Die Androiden verständigen sich, grob gesagt, über Beam besser, weshalb du die Dateien nur Antippen müssen – den Rest erledigt das System selbst.

Die Datenübertragung zwischen zwei Androiden via NFC ist sehr simpel. Als Erstes stellst du auf den beiden Handys jeweils NFC ein, das standardmäßig deaktiviert ist. Unter ‘Einstellungen -> Drahtlos & Netzwerke’ tippst du auf ‘Mehr’ beziehungsweise ‘Weitere Einstellungen’, falls dir der Punkt ‘NFC’ nicht sofort angezeigt wird. Daraufhin setzt du den Haken hinter NFC zur Aktivierung. Android Beam ist damit ebenfalls aktiviert. Hälst du die beiden Geräte mit der Rückseite aneinander, vibrieren sie – die Geräte erkennen also den NFC-Chip. Da die Chips nicht immer an der gleichen Stelle sitzen, musst du eventuell die Geräte hin und her bewegen. Zudem müssen die Displays beider Smartphones aktiv sein. Nun kannst du fast alle Dateien auf das jeweils andere Gerät übertragen. Dazu öffnest du eine bestimmte Datei wie etwa ein Foto, hältst die Handys Rücken an Rücken, bis die Vibration zu spüren ist, und tippst dann auf das Bild. Bei multimedialen Inhalten wird zur Übertragung automatisch Bluetooth auf beiden Geräten aktiviert. Während der Übermittlung musst du die Smartphones übrigens nicht mehr aneinander halten. Die Bluetooth-Koppelung findet von selbst während des NFC-Kontakts statt und wird nach dem Senden sofort beendet.
Um einen Kontakt zu übertragen, öffnest du ein Kontaktprofil, hältst die Geräte wieder aneinander, tippst den Kontakt an, und schon befindet er sich auf dem neuen Smartphone. Sogar eine Applikation kannst du versenden – zumindest führt die Übertragung zum Google Play Store, woraufhin der Nutzer des Handys nur noch auf ‘Herunterladen’ drücken muss. Das hat rechtliche Gründe, da er den Berechtigungen der App vor dem Download zustimmen muss.

Wi-Fi Direct

Wi-Fi Direct ist ein weiterer Übertragungsstandard zur kontaktlosen Übermittlung von Daten zwischen zwei für Wi-Fi-Direct eingerichteten Endgeräten, wie etwa Smartphones. Einen Router brauchst du dafür nicht. Die meisten Androiden unterstützen die Funktion. Der Vorteil von Wi-Fi Direct gegenüber Bluetooth sind übrigens die deutlich höheren Reichweiten und Übertragungsraten.
Wi-Fi-Direct aktivieren: Gehe in den ‘Einstellungen’ auf den Punkt ‘WLAN’ unter ‘Drahtlos & Netzwerke’. Schalte das WLAN-Netz ein, tippe auf die Menü-Taste, und wähle schließlich Wi-Fi Direct aus. Samsung-Geräte zeigen dir die Funktion sogar sofort in den WLAN-Einstellungen als eigenen Punkt an – das spart einen Tipper. 😛

In der Ansicht von Wi-Fi Direct siehst du oben den Namen deines eigenen Gerätes, den du über die Menü-Taste leicht ändern kannst. Darunter zeigt dir das System alle Geräte mit aktiviertem Wi-Fi Direct an. Tippst du jetzt auf einem Gerät den Namen des jeweils anderen Smartphones an, dann lädst du dieses zu deiner Sitzung ein. Steht die Verbindung, kannst du sämtliche Dateien übertragen. Öffnest du beispielsweise ein Foto in deiner Galerie, tippe auf den Button ‘Senden’ bzw. ‘Teilen’ oder ‘Freigeben’, und wähle dort unter Wi-Fi Direct das verbundene Gerät aus.

USB

Eine bewährte Methode, um Daten zwischen dem Computer und dem Smartphone auszutauschen, ist noch immer das USB-Kabel. Der Vorteil: Es ist einfach, und die Übertragungsgeschwindigkeit ist in der Regel um ein Vielfaches höher als bei den meisten Funkstandards. So geht’s: Schließe dein Smartphone via USB-Kabel an den Computer an. Dieser erkennt dein Mobilgerät als Mediengerät, als ob du etwa einen MP3-Player oder eine Digitalkamera angeschlossen hättest. Hat dein PC die notwendigen Treiber automatisch heruntergeladen und installiert, öffnet sich normalerweise ein Fenster zur ‘Automatischen Wiedergabe’, in dem du ‘Ordner öffnen’
auswählst. Du gelangst auf den Speicher des Handys und kannst dort eigene Ordner anlegen, Dateien verschieben und vom PC auf die Inhalte des Smartphones zugreifen. Nun schiebst du einfach per ‘Drag & Drop’ oder klassisch via ‘Kopieren und Einfügen’ Dateien vom PC auf das Gerät und umgekehrt. Die Daten wandern dann wahlweise in die dafür vorgesehen Ordner oder einfach auf die oberste Ebene des Telefonspeichers. Um auf deinem Androiden sämtliche Dateien einzusehen, die wie Fotos oder Musiktitel nicht automatisch in der Galerie und im Musikplayer erscheinen, lädst du dir aus dem Google Play Store einen Dateimanager herunter.

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Musik

Das richtige Format

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Photo by Parag Deshmukh on Pexels

Bevor du deine Songs auf das Smartphone überspielst, solltest du auf das Musikformat achten, da nicht alle Geräte jede Datei wiedergeben können. Solltest du dir nicht sicher sein, welche Dateien dein Smartphone verarbeiten kann, konsultiere das Handbuch oder schau auf der Herstellerseite im Internet nach. Das gängigste Format ist MP3 (eigentlich Mpeg2 Audio-Layer 3), das alle Smartphone abspielen sollten. Hinzu kommt, dass die ID-Tag-Bearbeitung wesentlich einfacher funktioniert als bei anderen Formaten. Ein weiteres und vor allem hochwertiges Format ist AAC, welches die meisten Geräte noch erkennen. Der Vorteil ist, dass die Dateien weniger Speicherplatz einnehmen, allerdings ist die ID-Tag-Bearbeitung bei MP3-Dateien komfortabler. Das Format hat zudem Einfuss auf die Qualität der Audiodatei. Außerdem ist die Bitrate der gespeicherten Datei wichtig – je höher sie ist, desto höher sind die Qualität sowie die Dateigröße selbst. Darüber hinaus ist das Konvertierungsprogramm von Bedeutung, da diese Programme oft unterschiedliche Umwandlungen vornehmen.

Musik aufs Smartphone befördern

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Wege, Musik auf das eigene Smartphone zu übertragen. Du kannst die Daten per Computer überspielen, sie über drahtlose Verbindungen wie Bluetooth oder WLAN empfangen oder direkt aus dem Internet auf das Handy laden.

PC-Übertragung: Um die Musiktitel über den Computer auf das Smartphone zu ziehen, steckst du zunächst dein USB-Kabel an einen freien USB-Port deines PCs. Schließt du nun das Handy an, wird es vom Rechner in der Regel als Massenspeicher oder Mediengerät erkannt. Bei einigen Geräten kannst du sogar die Verbindungsart auswählen – die Option wird dir auf dem Telefonbildschirm angezeigt, sobald die Verbindung steht. Nun sollte sich das Fenster ‘Automatische
Wiedergabe’ öffnen, in dem du ‘Ordner öffnen’ auswählst. Passiert das nicht, startest du den ‘Arbeitsplatz’ oder den ‘Computer’ unter Windows und wählst dein angeschlossenes Gerät aus. Jetzt hast du Zugriff auf die installierten Dateien und Ordner des internen Speichers.

Drahtlos: Findest du beispielsweise bei einem Freund oder Bekannten einen guten Song, kann er dir das Lied ganz einfach über Bluetooth oder WLAN Direct auf dein Smartphone schicken. Dazu aktivierst du in den Android-Einstellungen unter ‘Verbindungen’ Bluetooth und stellst dein Gerät auf ‘sichtbar’. Dein Gegenüber kann dann das Lied öffnen, auf die Optionen tippen und ‘Senden’ auswählen. Der Musiktitel wird automatisch in deinem Musikordner abgelegt, woraufhin du sie im MP3-Player deines Smartphones findest.

Metadaten und Album-Cover

Ihr Smartphone sortiert die auf im Speicher befindliche Musik von selbst. Das bedeutet: Jedes Album wird mit den dazugehörigen Songs aufgeführt. Du musst also nicht deine ganze Playlist nach den einzelnen Liedern durchforschen. Voraussetzung ist, dass die Zusatzinformationen der einzelnen Musik-Dateien stimmen.

ID3-Tags: Sollten du deine Audiodateien von einer CD zu MP3 konvertiert haben, sind die Angaben, in diesem Fall die ID3-Tags, von Interpret, Song und Album in der Regel in den neuen Dateien enthalten. Diese kennen also deine Alben-Zugehörigkeit und besitzen ein Album-Cover. Hast du einzelne Songs beispielsweise aus dem Internet heruntergeladen, können diese Informationen fehlen. Du besitzt vielleicht einen verwirrenden Dateinamen und kein Cover, was in deiner Playlist nicht besonders schön und einheitlich aussieht.
Tag-Bearbeitung: Dafür gibt es Desktop-Programme wie mp3-Tag, mit denen du die MP3-Tags anpasst oder Android-Apps wie iTag, über die du deine Songs direkt auf dem Smartphone bearbeiten kannst. Dabei lassen sich nicht nur der Name ändern, das Erscheinungsjahr bestimmen und das Album zuordnen. Du kannst auch das Cover neu anlegen, falls noch keines vorhanden ist. Dafür benötigst du eine Internet-Verbindung, da sich die App die Bilder aus dem Netz holt.

Gracenote: Die aktuellen HTC-Smartphones wie das HTC One haben sogar einen solchen Dienst ab Werk integriert, der sich Gracenote nennt. Der Dienst greift auf eine eigene Datenbank zurück, die Informationen zu Interpreten, Titel und Genre zu den meisten Songs enthält, aber sobald du die Metadaten eines Liedes änderst, versucht der Gracenote-Dienst, die Bearbeitung zu korrigieren, und synchronisiert automatisch mit der Datenbank. Doch nicht immer stimmt das Ergebnis, und dieses ändert deine persönliche Anpassung. Um die Synchronisation abzustellen, öffnest du auf deinem HTC-Handy den MP3-Player, tippst auf die Einstellungen
und entfernst die Haken unter dem Punkt ‘Automatisches Update’.

Standardplayer und Alternativen

Die MP3-Player in den aktuellen Smartphones besitzen oft die wichtigsten Features, die nicht fehlen sollten. Dazu gehören eine automatische Sortierung nach Alben, eine zufällige Wiedergabe, eine Suche sowie öfter ein Equalizer. Weil aber nicht jeder Standardplayer hinreichend gut ausgestattet ist oder Sie besondere Funktionen wie die Songtext-Anzeige und ein Radio vermissen, solltest du zu Alternativen aus dem Play Store greifen.

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WLAN

Die Möglichkeiten

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Eine WLAN-Funktion ist trotz Flatrate wichtig. Damit sparst du Kosten und Datenvolumen, überträgst Daten schnell und bringst andere Geräte ins Internet. Nun ist es an der Zeit, sich mit dem Thema Internet und WLAN-Funktion auseinanderzusetzen. Denn ein
Smartphone ohne das große World Wide Web macht nur wenig Spaß, deshalb gehört eine WLAN-Funktion zum Standard der Smartphones und Tablets. Mit ihr ist allerdings mehr möglich, als nur Zugang zum Netz zu bekommen.

WLAN ist die Abkürzung für ‘Wireless Local Area Network’, was wörtlich übersetzt ‘drahtloses lokales Netzwerk’ bedeutet. Dieses Funknetzwerk bietet viele Vorteile gegenüber anderen Standards.
Internet-Zugang: Verzichtest du beispielsweise auf eine Daten-Flatrate in deinem Mobilfunkvertrag, kann das Surfen im Internet ganz schön teuer werden. Doch weil Du sowieso über eine DSL-Leitung in den eigenen vier Wänden verfügst, reicht eine Verbindung zwischen Smartphone und Router, um Inhalte aus dem Internet zu laden. Das geht dann deutlich schneller als über den Mobilfunk, die Verbindung ist stabil, und du hast oft unbegrenztes Surfvolumen. Wie du dein Smartphone mit einem WLAN-Router verbindest, liest du unter dem Punkt ‘WLAN am Smartphone einrichten’.
Mobiler Hotspot: Unterwegs kannst du dein Smartphone als Hotspot nutzen, um anderen Geräten wie einem Notebook Zugang zum Internet zu gewähren. Dabei fungiert dein Handy, einfach ausgedrückt, wie dein heimischer Router. Das geht aber nur, wenn im Telefon eine SIM-Karte sitzt und 3G/4G aktiviert ist. Wie du einen mobilen Hotspot nutzt, liest du unter ‘Mobiler Hotspot – Internet für alle’.
Daten übertragen: Eine Funkverbindung zwischen zwei Geräten über WLAN, was die Technik ‘Wi-Fi Direct’ beschreibt, ist deutlich effektiver, schneller und weitreichender als über Bluetooth. So kannst du Daten wie Videos, Bilder oder sonstige Dateien einfach von einem Smartphone auf das andere senden. Doch nicht alle Geräte unterstützen diese Technik. Was es mit diesem Übertragungsstandard auf sich hat, liest du unter ‘Wi-Fi Direct: Daten schnell übertragen’.
Große Download-Pakete: Mittlerweile gelangen Software-Updates des Android-Betriebssystems drahtlos auf das Smartphone, was als ‘Over the Air – OTA’ bezeichnet wird. Die Dateien können dabei sogar bis zu 1 GB groß sein. Diese Updates solltest du unbedingt über dein WLAN-Netz herunterladen, weil dein Datenvolumen sonst aufgebraucht wird. Außerdem bieten viele Hersteller die Downloads sowieso nur über eine WLAN-Verbindung an. Auch bestimmte Apps aus dem Google Play Store haben Dateigrößen von 50 MB und mehr. Bei dieser Menge erhälst du einen Hinweis, dass du eine große Datei herunterlädst. Setze den
Haken bei ‘Nur über WLAN herunterladen’, um etwa Verzögerungen beim Download durch unterbrochene oder schwache Mobilfunkverbindung zu vermeiden.

WLAN am Smartphone einrichten

Eine WLAN-Verbindung zu einem freien Hotspot unterwegs oder zum heimischen Router ist komfortabler, als über den Datentarif des Mobilfunkvertrags zu surfen, weil die Konnektivität stabiler und schneller ist. Außerdem schonst du dein kostbares Datenvolumen. Die Einrichtung auf dem Smartphone ist im Grunde gar nicht so
schwer, unterscheidet sich aber je nach Hersteller und System-Version.
WLAN einrichten: Zuerst öffnest du die Einstellungen des Smartphones. Entweder tippst du dazu auf die Menü-Taste deines Smartphones und anschließend auf ‘Einstellungen’ oder du ziehst die Benachrichtigungsleiste herunter und tippst auf das Zahnrad, das symbolisch für die System-Einstellungen steht. Die WLAN-Einstellungen befinden sich unter dem Punkt ‘Drahtlos & Netzwerke’ meistens weit oben in den Haupteinstellungen. Tippst du auf ‘WLAN’ oder ‘Wi-Fi’, scannt dein Smartphone sämtliche WLAN-Netze in deiner Nähe. Dazu musst du allerdings den Regler der WLAN-Einstellung auf ‘On’ bzw. ‘An’ stellen. Hast du dein Netzwerk gefunden und angetippt, öffnet sich ein eigenes Fenster. In diesem erhälst du Infos über die aktuelle Signalstärke und die Sicherheit. In dem Freitextfeld unter
‘Kennwort’ gibst du das passende Passwort ein. Ist dein Kennwort besonders lang und kompliziert, aktiviere am besten ‘Passwort anzeigen’, um Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen zu sehen.
Netzwerk nicht sichtbar: Falls du dein eigenes Netzwerk unsichtbar geschaltet hast, findest das Smartphone das WLAN nicht und kann es demnach nicht auflisten. Tippe in diesem Fall auf die ‘Optionen’ – entweder über die Menü-Taste des Smartphones oder die virtuell durch drei Punkte dargestellte Optionstaste. Anschließend
wählst du ‘Netzwerk hinzufügen’ aus, trägst dein Netzwerk-SSI sowie den Sicherheitstyp ein und schließt den Vorgang mit der Eingabe des Kennworts ab.
Hotspot in der Öffentlichkeit: Bei einem öffentlichen Hotspot, beispielsweise am Bahnhof, in der Bahn oder in einem Lokal, funktioniert die Anmeldung ähnlich. Entweder meldet sich die WLAN-Funktion von selbst mit dem Hinweis, dass sie Netzwerke in der Nähe gefunden habe. Oder du öffnest manuell die Einstellungen und tippst auf ‘WLAN’ bzw. ‘Wi-Fi’. Beide Optionen führen dich zu demselben Ziel, nämlich der Liste mit verfügbaren WLAN-Hotspots. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Das WLAN ist offen, sodass du kein Passwort benötigst. Dann steht bei dem Netzwerk-Namen kein Schloss neben dem WLAN-Symbol. In der Regel musst du aber eine Website über den Browser öffnen und gewisse Bestimmungen akzeptieren, ehe du Daten aus dem Netz empfängst.

Mobiler Hotspot – Internet für alle


Dein Smartphone kann als mobiler Hotspot dienen und dabei anderen Geräten den Zugang zum Internet gewähren. Voraussetzung: Im Smartphone steckt eine SIM-Karte mit Datentarif.
Hotspot aktivieren: Begib dich in die Einstellungen deines Android-Smartphones. Tippe unter ‘Drahtlos & Netzwerke’ auf ‘Mehr’, um zu den weiteren Verbindungsmöglichkeiten zu gelangen. Daraufhin kannst du über den Punkt ‘Tethering & Mobiler Hotspot -> WLAN-Hotspot einrichten’ deinem Smartphone einen
neuen Netzwerk-Namen verpassen und ein eigenes Passwort vergeben. Aktiviere dann ‘Mobiler WLAN-Hotspot’, um anderen Geräten wie Notebook und Tablet Zugang zum Internet über eine WLAN-Verbindung zu gewähren. Dabei wird allerdings das Datenvolumen stark beansprucht, und die Laufzeit des Akkus vermindert sich enorm. Neben einer WLAN-Konnektivität kannst du die Geräte auch über USB sowie Bluetooth miteinander verbinden.

Wi-Fi Direct: Daten schnell übertragen

Wi-Fi Direct ist ein Übertragungsstandard, mit dem du Daten schnell zwischen zwei Geräten über eine drahtlose Verbindung austauschst. Ein Router ist für diese Datenübermittlung übrigens nicht nötig. Der Vorteil gegenüber Bluetooth: Der Datentransfer ist deutlich schneller, und die Reichweite ist höher.
Wie du Wi-Fi Direct aktivierst, liest du im Kapitel ‘Datenübertragung’ ausführlich beschrieben. Du benötigst lediglich zwei für Wi-Fi Direct geeignete Endgeräte wie ein Smartphone oder Tablet.

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Android zurücksetzen

Du verkaufst dein Android-Smartphone. Was machst du als Erstes, nachdem du deine Daten gesichert hast?
Klar, das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Anschließend schickst du das Gerät an den neuen Nutzer. Wenn der sich jetzt etwas mit der Materie auskennt, dann kann er theoretisch deine Daten teilweise wiederherstellen und verwenden. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, wie du genau dies verhindern kannst.

Ganz wichtig: Daten sichern

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Um dein ausgedientes Smartphone etwa für einen Verkauf vorzubereiten, solltest du daran denken, deine SIM- sowie die Micro-SD-Karte aus dem Gerät zu entfernen – die werden ganz gerne vergessen! Und bevor du nun den Befehl zum Zurücksetzen gibst, sicherst du sämtliche persönlichen Daten auf einem anderen Medium, etwa dem PC. Dafür steht dir zum Beispiel die Drittanbieter-Software My Phone Explorer zur Seite. Sie ist speziell auf das Sichern und Wiederherstellen von Handydaten ausgelegt. Außerdem lädst du sich den dazugehörigen App-Client auf dein Android-Smartphone herunter. Nun kannst du eine Verbindung zwischen Computer und Handy wahlweise via WLAN, Bluetooth und USB-Kabel herstellen. Bevor du nun die Software benutzen kannst, musst du die passenden ADB-Treiber zu deinem Gerät installieren. Starte das Programm, verbinde das Smartphone via USB-Kabel mit dem PC, und klicke auf ‘Install’. Voraussetzung: Du hast auf deinem Smartphone USB-Debugging aktiviert. Diese Option findest du in den Android-Einstellungen unter den Entwickleroptionen. Weil diese in neueren Android-Versionen ausgeblendet sind, tippst du in den Einstellungen unter ‘Über das Telefon’ sieben Mal auf den Punkt ‘Build-Nummer’, um sie sichtbar zu machen. Alternativ kannst du auch die entsprechende Hersteller-Software wie Kies bei Samsung oder Sync bei HTC installieren, die in der Regel die gewünschten Treiber installiert.
Startedann den My Phone Explorer, und schließe deinen Androiden an den PC an. Klicke im geöffneten Programm auf ‘Datei -> Verbinden’. Wähle als Handytyp ‘Handy mit Google Android-Betriebssystem’ aus, und markiere ‘USB Kabel’. USB-Debugging müsste nun eine Bestätigung von dir auf dem Smartphone einfordern.
Außerdem kannst du einen Namen vergeben, um das Gerät besser zuzuordnen. Jetzt lassen sich deine Daten synchronisieren. Dabei werden deine Kontakte, Anruflisten, SMS-Nachrichten sowie Fotos und Musikdateien überspielt.

Cloud-Sicherung: Google selbst bietet ebenfalls einen Service für Backups auf den Google-Servern an. Die Sicherungskopie enthält die aktuell installierten Apps plus die dazugehörigen Daten, WLAN-Passwörter und weitere Einstellungen sowie deine Kontakte. Fotos, SMS und das Anrufprotokoll sind darin allerdings nicht enthalten. Um die Sicherung zu aktivieren, musst du zunächst ein Sicherungskonto angeben – entweder erledigst du diesen Punkt gleich bei der Koniguration des Smartphones, indem du dein Google-Konto angibst, oder später in den Einstellungen unter ‘Sichern und Zurücksetzen -> Konto sichern’. Dort meldest du dich mit deinem Google-Account an, das dann gleichzeitig als dein Sicherungskonto dient. Über den Punkt ‘Meine Daten sichern’ startest du die Synchronisation deiner Daten und Einstellungen mit den Google-Servern. Aktivierst du ein neues Android-Gerät und registrierstdu dich mit demselben Konto, dann wird die Sicherung wiederhergestellt. Fotos, Videos und Musikdateien kannst du zusätzlich entweder bei Google Drive oder einem anderen Cloud-Dienst wie Dropbox hochladen.

Zurücksetzen auf Werkszustand

Im Grunde ist das Zurücksetzen bei jedem Androiden gleich: Im Einstellungsmenü unter ‘Persönlich’ in dem Punkt ‘Sichern und Zurücksetzen’. Mit dem Befehl ‘Auf Werkszustand zurücksetzen“ löschst du sämtliche Einstellungen, Apps und persönlichen Daten aus dem Telefonspeicher. Achte darauf, dass der Haken bei der Option ‘Meine Daten sichern’ aktiviert und bei ‘Automatische Wiederherstellung’ deaktiviert ist – wichtig bei einem Verkauf oder der Weitergabe des Smartphones! Nutzt du das Smartphone danach selbst weiter, kannst du die Wiederherstellung selbstverständlich aktiviert lassen. Tippe auf den Punkt ‘Auf Werkszustand zurücksetzen’, setze, falls du gefragt wirst, den Haken bei ‘Internen Speicher löschen’. Dabei werden auch deine Fotos vom Handy entfernt. Anschließend bestätigst du die Ausführung, indem du auf ‘Telefon zurücksetzen’ tippst. Danach entfernt der Androide sämtliche Daten aus dem Speicher, was einige Minuten dauern kann.

Daten richtig und sicher löschen

Deine Daten sind zwar nun offensichtlich gelöscht, und ein normaler Nutzer wird die Daten nicht wiederherstellen können oder auch gar nicht daran denken. Dennoch könnte ein Käufer deines Smartphones deine Daten trotz Löschung wiederherstellen und verwenden. Um das zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Nach dem Zurücksetzen auf den Werkszustand richtest du dein Smartphone erneut ein, du musst dabei allerdings nicht jeden Punkt beachten. Im Idealfall registrierst du dich sogar mit einer neuen Gmail-Adresse. Jetzt kannst du manuell neue, nicht persönliche Fotos auf dein Smartphone schieben, imaginäre Kontakte anlegen und Apps installieren, die du nie verwendet hast. Denn so überschreibst du deine alten Daten mit den neuen, wodurch diese komplett aus dem Speicher verschwinden und nur sehr schwer bis gar nicht mehr wiederherstellbar sind. Danach setzt du dein Smartphone wieder zurück. Alternativ verwenden du einfach Apps, die sich auf das sichere Löschen spezialisiert haben. Sie überschreiben ebenfalls alten Speicherplatz, sodass keine Daten wiederhergestellt werden können. Nun kannst du es ohne Bedenken verkaufen oder verschenken, ohne dass fremde Personen deine Daten wiederherstellen können.

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Smartphone-Umzug

Neues Smartphone, alte Inhalte – geht das? Dank Übertragungstools, Cloud-Diensten und PC-Programmen ist es kein Problem, die Daten des Altgeräts auf das neue Handy zu übernehmen.

Wenn du noch immer ein Uralt-Smartphone benutzt, weil du Angst hast, dass bei einem Wechsel deine Daten verloren gehen könnten, dann kann ich dich beruhigen. Die allermeisten Inhalte, gleich welcher Art, kannst du mit umziehen und das ist gar nicht mal so schwer!

Altgerät für den Umzug vorbereiten

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Für den Umzug ist dein Google-Konto von elementarer Bedeutung. Über deinen Account sicherst du die wichtigsten Daten auf den Google-Servern, um sie auf jedem beliebigen Gerät mit aktiviertem Konto nutzen zu können. In den Einstellungen des Smartphones findest du den Punkt ‘Konten und Synchronisation’. Tippe du dann auf ‘Google’, und wähle dein entsprechendes Konto aus. Daraufhin siehst du alle Daten, die Google automatisch mit den eigenen Servern synchronisiert. Setze den
Haken hinter den zu sichernden Daten. Wichtig und sinnvoll sind dabei die App-Daten. Die meisten Anwendungen, die du über den Google Play Store heruntergeladen hast, werden dann automatisch auf dem neuen Handy installiert. Das ist äußerst praktisch und spart sehr viel Zeit! Außerdem solltest du die Kontakte, Kalendereinträge sowie Gmail, Drive und Chrome synchronisieren – Webseiten und Passwörter bleiben nun sozusagen gespeichert. Zusätzlich öffnest du den Punkt ‘Sichern und Zurücksetzen’ in den Einstellungen. Wähle dort deine Gmail-Adresse als Sicherungskonto aus, und setze den Haken hinter ‘Meine Daten sichern’. Nun werden auch Einstellungen sowie WLAN-Passwörter auf den Google-Servern gespeichert; damit hängen auch neue Geräte gleich im eigenen Heimnetz. Der Großteil der Synchronisation läuft also direkt über Google und damit vollautomatisch ab.

Google-Daten übertragen

Wenn du dein neues Handy startest und konfgurierst, loggst du dich auf dem Androiden gleich mit deinem Google-Konto ein – Voraussetzung ist eine Internetverbindung. Nach der Anmeldung stellt das Gerät eine Verbindung zu den Google-Servern her, um die Wiederherstellung der Daten in Gang zu setzen. Dabei werden unter anderem Kontakte, Chrome-Daten sowie Personendetails übertragen. Außerdem lädt das Smartphone automatisch solche Apps aus dem Play Store herunter, die du zuvor genutzt hast. Es können einzelne Programme fehlen. Diese solltest du nachträglich manuell installieren. Via Google hast du so die wichtigsten Daten, die du brauchst. Sogar deine Videos, Fotos und Musiktitel kannst du abrufen, wenn du diese in der Cloud Google Drive abgelegt hast.

App-Daten ohne Root sichern

Mit einem Root-Zugriff ist es recht simpel, umfangreichere Features zu nutzen, um beispielsweise App-Daten der installierten Anwendungen zu sichern und bei Bedarf wiederherzustellen. Als eine der erfolgreichsten und beliebtesten Backup-Apps ist an dieser Stelle Titanium Backup zu nennen.
Kommt das Rooten nicht infrage, dann gibt es mit dem Programm Helium eine gute Alternative. Um aber die komfortablen Sync- sowie Cloud-Funktionen zu
nutzen, musst du 3,71 Euro in Helium Premium investieren. Zusätzlich benötigst du das PC-Programm Helium.

Verbindung: Schalte auf deinem Smartphone USB-Debugging frei. Dazu öffnest du in den Einstellungen die Entwickleroptionen. Sollten diese nicht angezeigt werden, schaltest du sie unter der Telefon-Info frei, indem du siebenmal auf die Build-Nummer tippst. Daraufhin startest du das PC-Programm Helium. Schließe dann den Androiden mit der geöffneten Helium-App via USB-Kabel an den Computer an. Nun sollten die Treiber automatisch installiert werden. Mit der kostenlosen Version kannst du nun deine installierten Apps inklusive deiner Daten wie Spielstände sichern. Setze dazu hinter den zu speichernden Applikationen einen Haken, und
tippe auf ‘Sichern’. Wähle im ‘Internen Speicher’ aus, damit du das Backup auf dem gleichen Gerät wiederherstellen kannst. Die Cloud-Sicherung klappt dabei nur über die Premium-App. Der Vorteil: Du kannst entsprechende Backups auf mehreren Geräten wiederherstellen. Brauchst du diese Funktion nicht, dann reicht die kostenlose Version.

Multimedia-Daten manuell übertragen

Möchten du auf Nummer sicher gehen, dann solltest du deine Multimedia-Daten manuell auf ein zweites Speichermedium übertragen und anschließend auf das neue Smartphone kopieren. Schließe dazu das Smartphone via USB-Kabel an den Computer an. Greife nun auf dessen internen Speicher zu, um sämtliche auf dem Handy befndlichen Dateien anzuzeigen. Im Ordner ‘DCIM’ findest du alle Foto- sowie Videoaufnahmen – kopiere diesen auf die Festplatte des PCs. Genauso verfährst du mit den Ordnern ‘Music’ sowie ‘Movies’. Nun verbindest du dein neues Handy mit dem PC, benennst die zuvor gespeicherten Ordner um und kopierst sie in den internen Speicher.

Synchronisation mit PC-Programmen

Solltest du den Cloud-Lösungen nicht vertrauen, kannst du ein Smartphone-Backup mit PC-Tools anlegen. Eine universelle Lösung ist der My Phone Explorer.
Starte das Programm auf deinem Rechner, und schließe das Android-Smartphone an. Klicke im geöffneten Programm auf ‘Datei -> Verbinden’. Wähle als Handy-Typ ‘Handy mit Google Android-Betriebssystem’ aus, und markiere ‘USB Kabel’. Bestätige die USB-Debugging-Anfrage. Anschließend legst du eine Backup-Datei über ‘Extras -> Sicherung erstellen’ an. Neben den Kontakten, SMS-Nachrichten und Anrufisten kannst du auch die installierten Apps sichern, die dann als APK-Datei vorliegen. Die Sicherung enthält bis auf die App-Daten alle wichtigen Inhalte. Das Backup eines Handys lässt sich auch auf einem anderen Gerät wiederherstellen, du musst hierbei allerdings mit Kompatibilitätsproblemen rechnen.

Samsung-Smartphones: Um mit Samsung-Geräten ein Backup anzufertigen, nutzt du das eigene Programm Kies. Dazu verbindest du Smartphone und PC und startest Kies. Unter dem Reiter ‘Sichern/Wiederherstellen’ kannst du die zu sichernden Punkte wie das Anrufprotokoll, deine Multimedia-Dateien und Netzwerkeinstellungen separat auswählen. Unter dem Punkt ‘Wiederherstellen’ in derselben Kategorie wählst du die wiederherzustellende Kopie aus. Übrigens kannst du mit Kies sogar Sicherungskopien von Geräten, die nicht von Samsung stammen, auf dein Smartphone übertragen. Dazu gehst du unter ‘Werkzeuge’ auf den Punkt ‘Daten von Geräten übertragen, die keine Samsung-Geräte sind’ und wählst dein angeschlossenes Samsung-Smartphone aus. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem du den Telefonhersteller auswählst, von dessen Gerät die Sicherungskopie kommt, und klickst dann die zu übertragene Datei an. Beachte dabei, dass du verschlüsselte Sicherungskopien nicht übertragen kannst.

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Energiesparmodi

Das Thema Energiesparen ist seit der Einführung der Smartphones besonders wichtig geworden. Wenn du mit dem Akku nicht sorgfältig umgehst, kann er bereits mittags den Geist aufgeben, und dann hast du für den Rest des Tages nichts mehr von deinem Smartphone. Aus diesem Grund verbessern die Hersteller nicht nur regelmäßig ihre Akkutechnik, sondern integrieren auch stets neue Arten von Energiesparmodi.

Akku sparen – Der manuelle Weg

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Damit der Akku möglichst lange durchhält, solltest du die größten Energiefresser bei Nichtgebrauch deaktivieren oder die Arbeitsintensität einzelner Features manuell herunterschrauben. Als Allererstes verringerst du die Bildschirmhelligkeit manuell gegen null Prozent. Vor allem in Innenräumen reicht das völlig aus. Gehst du ins Freie, kannst du die Helligkeit wieder leicht erhöhen. Darüber hinaus kannst du die Ortung deaktivieren, solange du keine Navigation oder Ähnliches planst. Falls doch, und falls es nicht so genau sein muss, kannst du zumindest die Präzision verringern. Passe dazu die Ortungsart unter ‘Einstellungen -> Standorte -> Modus’ an. Wähle die ‘Stromsparfunktion’, damit das Smartphone nur via aktivem WLAN und 3G-Netz deinen Standort schätzt. GPS verbraucht nämlich deutlich mehr Strom. Bist du unterwegs, und surfst du dort über das 3G-Netz im Internet, brauchst du kein WLAN. Also solltest du die WLAN-Funktion ausschalten. Wenn du an Wohnhäusern, Restaurants oder öffentlichen Hotspots vorbeigehst, scannt das Smartphone ständig die WLAN-Netze, um sich mit einem verbinden zu können.
Auch das verbraucht unnötigen Strom. Weil du in der Regel nachts schläfst und nicht gestört werden willst, kannst du sogar den Flugmodus deines Handys aktivieren. Daraufhin werden alle Funkverbindungen, darunter auch Bluetooth und NFC, die du im Normalfall ebenfalls stets deaktiviert haben solltest, gekappt.
Denke unbedingt daran, die Vibration beim Tippen und die Tastentöne auszustellen. Vor allem wenn du viel chattest oder produktiv mit dem Gerät arbeitest, verbrauchst du unnötig viel Strom.

Energiesparmodi unter Android

Ab Werk bietet Android keinen besonderen Energiesparmodus. Unter ‘Einstellungen -> Akkuschonfunktion’ kannst du zumindest die Synchronisation der im Hintergrund laufenden Anwendungen ausschalten. Beispielsweise beziehen Spiele, auch wenn sie nicht aktiv ausgeführt werden, Daten aus dem Internet, um dir etwa
Werbungen oder Spielezusätze per Benachrichtigung anzuzeigen. Dieser ständige Datenaustausch kostet in der Regel viel Strom, so verbrauchst du auch Energie, obwohl du das Gerät nicht aktiv nutzt. Deshalb gibt es Energiesparmodi, die den Stromverbrauch durch Abschaltung großer Energiefresser auf ein Minimum reduzieren.

Von Akku-Spar-Apps sei an dieser Stelle abzuraten. Da diese Apps diesen Effekt nicht verbessern, sondern eher verschlimmern und sie permanent in Hintergrund laufen. Wende einfach diese Tipps an. Dein Smartphone wird es dir danken und der Akku auch. Ausnahme bilden die Apps vom Hersteller deines Smartphones, die wissen am besten, was für dein Modell funktioniert und was nicht, diese kannst du gerne verwenden.

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Kamerafunktionen

Wer ein Smartphone besitzt, nutzt es auch zum Fotografieren. Doch was bewirken die einzelnen Funktionen der Smartphone-Kamera?

Belichtungskorrektur, Weißabgleich, ISO – diese Begriffe sind mittlerweile auch in die Smartphone-Fotografe eingezogen. Aktuelle Smartphone-Kameras bieten immer mehr Funktionen. Hier werden die wichtigsten Parameter erklärt, anhand derer du Einfuss auf die Belichtung und Gestaltung deiner Bilder nimmst. Bietet die native Kamera-App nur wenige Optionen, kannst du mit einer App die Funktionen aufbohren – vorausgesetzt, die Hardware unterstützt die Funktion. Da die Geschmäcker an dieser Stelle allerdings so enorm unterschiedlich sein können, gilt es hier nur zu sagen… Ausprobieren, was dir gefallen könnte…

Auflösung

Die meisten aktuellen Smartphones lassen verschiedene Aufösungen zu. Hier gilt: Je höher du die Aufösung wählst, desto mehr Bildinfos werden gespeichert und desto schärfer wird ein Foto. Es gibt jedoch auch Gründe, die Aufösung zu reduzieren – etwa, wenn du Speicherplatz sparen musst. Möchtest du dagegen Vergrößerungen oder einen Ausschnitt deines Bildes anfertigen, solltest du die volle Aufösung einsetzen.

Blitz

Steht dir für eine Aufnahme nicht genügend Licht zur Verfügung, kannst du zum Aufhellen den Blitz zuschalten. Beachte aber, dass Smartphone-Blitze nur über sehr kurze Distanz ausleuchten und oft überstrahlen. Eine positive Ausnahme bildet hier übrigens das Google Nexus 6 mit dem einem Ringblitz ähnlichen LED-Licht. Die Blitzfunktion istt in verschiedenen Modi verfügbar: als Automatik (Blitz löst bei Bedarf automatisch aus), unterdrückter Blitz (löst nie aus) und erzwungener Blitz (löst immer aus).

Bildstabilisator

Smartphones haben in der Regel einen eingebauten elektronischen Bildstabilisator. Dieser erhöht die Lichtempfndlichkeit des Sensors, um die Verschlusszeit zu verkürzen. Denn: Je länger die Verschlusszeit bei der Aufnahme ist, desto eher wird ein Bild verwackelt, das du knipst. Andererseits verstärkt sich mit steigender Lichtempfndlichkeit das Bildrauschen. Eine bessere Lösung zur Bildstabilisierung stellt der optische Bildstabilisator dar. Hier kümmert sich eine bewegliche Linsengruppe im Objektiv darum, ungewollte Wackler auszugleichen und Unschärfen zu vermeiden. Welche Art der Stabilisierung dein Smartphone einsetzt, steht in den technischen Daten.

Belichtungsmodus

Je nach Belichtungsmodus kannst du mehr oder weniger Einfuss auf die Belichtung eines Bildes nehmen und die Arbeitsweise der Kamera bestimmen. So findest du in diesem Menüpunkt oft die Motiv- und die Programmautomatik. Bei der Motivautomatik analysiert die Kamera das Motiv und bestimmt selbstständig die optimalen Belichtungseinstellungen. Hier hast du meist keine Möglichkeit, daran etwas zu ändern. Bei der Programmautomatik, die mit einem ‘P’ abgekürzt wird, bestimmt die Kamera-Blende und Verschlusszeit selbst, du hast aber Einfuss auf Parameter wie die Lichtempfndlichkeit, die Belichtungskorrektur und den Weißabgleich. Außerdem lässt sich über das Belichtungsmodus-Menü auch oft die Serienbildfunktion aktivieren. Bei machen Apps hast du sogar die Möglichkeit, die Anzahl der Bilder auszuwählen. Bedenke jedoch, dass das Speichern der Bilder umso länger dauert, je mehr Aufnahmen du festlegst.

Belichtungsmessung

Mit dieser Option legst du fest, in welchem Bildbereich der Belichtungsmesser seine Arbeit tun soll. Die gängigsten Optionen sind hier die automatische Messung, die Spotmessung, die mittenbetonte Messung und die Matrix- oder Mehrfeldmessung. Ausschlaggebend für deine Wahl ist natürlich das Motiv: Befindet sich das Hauptmotiv in der Mitte des Bildausschnitts, wählst du die Spotmessung. Möchtest du zum Hauptmotiv noch etwas mehr Umfeld abbilden oder ist das Motiv etwas größer, wählst du die mittenbetonte Messung. Die Matrixmessung verwendet alle Belichtungsmessfelder und eignet sich daher am besten für bildfüllende Motive.